Der amerikanische Naturalist Edward S. Morse erfand 1881 ein von der Sonne betriebenes Heizungs- und Ventilationssystem.
Die Erfindung besteht aus einer kleinen Kiste mit geschwärzter Oberfläche (Metall, Lehm oder jedes andere geeignete Material), die an der Außenseite eines Gebäudes angebracht ist. Diese geschwärzte Oberfläche ist für gewöhnlich flach oder gewellt und von einer Glasscheibe geschützt, die das Sonnenlicht reflektiert.
Hinter der geschwärzten Fläche liegt ein Luftloch, das entweder geschlossen ist oder mit Öffnungen auf der rechten und linken Seite der Kiste verbunden ist, was eine Verbindung mit den Öffnungen in das Innere des Hauses ermöglicht.
Durch die Einstrahlung von Sonnenlicht auf die geschwärzte Oberfläche heizt sich die Luft im hinteren Bereich der Kiste auf. Die heiße Luft kann dann in den Raum hinaufgeleitet werden, um diesen zu erwärmen oder dazu verwendet werden, Luft aus dem Raum abzuziehen, um eine Belüftung zu erzeugen.
Diese Erfindung wurde von Professor Trombe und dem Architekten Michel zwischen 1950-1970 umkonstruiert, 2015 wurde das Konzept von einem Team der „Lille Central Ingenieursschule“ unter dem Namen ENAR modernisiert.

